Watchgeek.de/ März 19, 2018/ Allgemein/ 0Kommentare

Seit 1853 produziert die uns bekannte Marke Tissot an ihrem Geburtsort Le Locle im Kanton Neuenburg in der Schweiz hochwertige Uhren und bringt dabei von Jahr zu Jahr ein Modell mit dem Namen ihres Enstehungsortes heraus: Die Le Locle.

In unserem Fall schauen wir uns die Le Locle Powermatic 80 (80 für stolze 80 Stunden Gangreserve) an und erklären, warum dies eine der besten Uhren knapp unter der 500€-Marke ist.

Die Marke:

Tissot wurde 1853 von Charles Félicien Tissot (1804 bis 1873) in Le Locle gegründet, wo er zusammen mit seinem Sohn Charles-Emile an Uhren herumschraubte und mit werksfremden Teilen neue Taschenuhren zusammenbaute. Ab 1915 wurden von der kleinen Manufaktur auch die ersten Armbanduhren produziert, welche mit Begeisterung von der ganzen Welt getragen wurden. Schon früh began Tissot ihre Produkte im Ausland (USA, Russland etc. zu vertreiben und gelangten so zu großer Beliebtheit. Wie viele andere Hersteller von Automatik-Uhren war auch Tissot in den 70ern von der Quarzkrise betroffen, sodass sich sich zwangsläufig in 1985 der Swatch-Goup anschließen mussten, welche viele kleinere Uhren-Hersteller zu dieser Zeit aufkaufte. Mit insgesamt 7 Kategorien ist der Schweizer Uhrenhersteller heute auf dem Markt, welche von weiblicher Eleganz bis männlicher Sportlichkeit reicht.

Das Design:

Beim Design der Le Locle Powermatic 80 beruft sich Tissot auf ein klassisches Design aus ihren früheren Tissot-Modellen. Insbesondere die Zeiger und die römischen Zahlen tragen zu der Erinnerung von Tissot’s 50ern bei. Mit der Eleganz des matt-weiß gehaltenen Zifferblattes, welches im Inneren strukturiert, aber außen geglättet ist, und dem edlen Stahl-Armband macht die Le Locle einen sehr schönen und erhabenen Eindruck, den man eher selten bei einer Uhr unter 500€ antrifft. Der kaligraphische „Le Locle“ Schriftzug trägt ebenfalls zu dem Eindruck bei, man würde eine Vintage-Tissot in den Händen halten, wobei sie sich einfach zu neu und modern anfühlt.

Mit einem von uns gemessenen Durchmesser von 39,3mm ist sie verhältnismäßig groß für ihr elegantes Aussehen, in Anbetracht unserer modernen Zeit, wo nicht selten schon 42-44mm als Standard-Durchmesser in der Preisklasse unter 500€ gilt, ist dies aber noch zu verkraften. Mit einer Höhe von 9,75mm fällt sie für ein Tissot-Automatikwerk relativ schlank aus und auch die Stegbreite von 19mm lässt sie an meinem kleinen Handgelenk nicht übermäßig groß wirken. Auch der Sichtboden auf das Powermatic 80.111 Werk von Tissot macht die Uhr zu einem interessanten Dreizeiger, der sich vor anderen teuren Uhren nicht verstecken muss. Auch ein eingraviertes Tissot-Logo darf auf der Krone und dem Glasboden nicht fehlen.

Das Werk:

Als Werk für die Le Locle Powermatic 80 verwendet Tissot das hauseigene Werk Powermatic 80.111, welches in unserem Test sicher zu laufen scheint und auch erfahrungsgemäß sehr gut in einem Langzeitstest abschneiden sollte. Mit einem Kaliber-Durchmesser von 25,6mm passt es sehr gut in das aus 316L-Edelstahl gefertigte Gehäuse welches aus polierten und gebürsteten Flächen besteht, die im Zusammenspiel eine wirklich schöne Uhr herzaubern. Der einzige Nachteil den ich an dem Werk bzw. am Gehäuse erkennen kann, ist die Wasserdichtigkeit von 3 bar, sodass ich Uhr gerade mal das alltägliche Händewaschen überstehen sollte. Dies sollte jedoch niemanden von einem Kauf abhalten, da man sich mit dieser Dress-Watch sicherlich nicht für den Tauchkurs am australischen Great-Barrier-Reef einträgt.

Das automatische Werk ist mit 23 Steinen besetzt und besitzt eine Gangreserve von großartigen 80 Stunden, in denen die Uhr abgelegt werden kann. In unserem Test schafft es die Tissot Le Locle „nur “ auf 75 Stunden, was aber durchaus daran gelegen haben kann, dass sie nicht vollständig aufgezogen war.

Die Materialien

Geschützt wird dieses Werk durch ein Saphirglas, welches sowohl über dem Zifferblatt, als auch als Sichtboden-Glas verwendet wird. Das massive, aber trotzdem elegant wirkende Gliederarmband wird ,wie das Gehäuse auch, aus 316L-Edelstahl gefertigt und mit einer Butterfly-Faltschließe mit Drückern sicher verschlossen. Das Armband sieht durch die mittig abwechselnd polierten und gebürsteten Glieder sehr edel aus und lässt sich in unserem Test den ganzen Tag über angenehm und locker tragen. Die Krone, die das Gehäuse mit einem sicheren Klick verschließt, drückt dabei nicht unangenehm in meinen Handrücken und auch das Gehäuse verwackelt nicht. Das Ziffernblatt sieht, der preislichen Lage entsprechend gut aus und die Zeiger wirken klar und nicht dementiert, so wie es bei vielen Uhren der Fall ist. Die Datumsanzeige wechselt alle 24 Stunden sicher auf den nächsten Tag und bleibt nicht zwischen zwei Tagen stehen.

Die Verarbeitung:

An sich wirkt die Tissot Le Locle sehr gut verarbeitet, auch wenn man hier und dort etwas Spielraum bei dem Gliederarmband und der Krone wiederfinden kann. Angesichts des sehr günstigen Preises der Uhr lässt sich dies aber verschmerzen. Auch das Saphir-Glas ist meiner Meinung nach nur einseitig entspiegelt und die Indizes am äußeren Ring nur aufgemalt. Alles anderen schafft die Uhr aber mit Bravour und fühlt sich mit 122g Eigengewicht auch nicht zu leicht an, sondern verschafft ihrem Träger ein fertiges Tragegefühl. Die Schließe fühlt sich Tissot-mäßig wie immer recht hochwertig an und schließt das Armband sicher und angenehm. Wenn man ansonsten nur Uhren mit einer „normalen“ Doppel-Sicherheits-Schließe, wie bei einer Diver, trägt, muss man sich erstmal an die Butterfly-Schließe gewöhnen. Aber auch dies ist mit ein wenig Übung gut hinzubekommen.

Fazit:

Mit einem Preis von knapp 500€ ist die Tissot einer unserer absoluten Preis-Leistungs-Sieger und kann durch ihre gute Verarbeitung und durch ihr hochwertiges Aussehen punkten. Die Le Locle kann es meiner Meinung nach auch mit Uhren aus einer höheren Preisklasse aufnehmen, ohne dabei wesentlich schlechter auszusehen und schafft es uns in unserem Test auf ganzer Linie zu begeistern. Für die Le Locle können wir eine sehr gute Kaufempfehlung aussprechen und würden uns freuen, wenn sie mehr Aufmerksamkeit von der Uhrenwelt bekommen würde, denn sie ist ein echter „Diamant“ in der Preisklasse von „Kohle-Uhren“!

 

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